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Sterbehilfe

Es gibt verschiedene Formen der Sterbehilfe:

a) Sterbevorbereitung

b) Sterbebegleitung

c) Tötung

 

 

a) Sterbevorbereitung

Wenn wir auf den Tod vorbereitet sind, brauchen wir keine Angst mehr vor ihm zu haben. Wir können dann unser Leben geniessen und uns auch entspannt dem Tod hingeben, wenn es an der Zeit ist. Während' der Vorbereitung wird alles Unerledigte abgeschlossen, so dass während des Sterbens kein Bedauern notwendig ist, irgend etwas ungeklärt mitnehmen bzw. denHinterbliebenen zurück lassen zu müssen. Auch für die Hinterbliebenen ist es eine große Hilfe, da sie selbst keine Entscheidungen bezüglich der Angelegenheiten der verstorbenen Person treffen brauchen.

Auch für die Anhänger der körperlichen Unsterblichkeit kann eine intensive Sterbevorbereitung sehr hilfreich sein. Beruht der Glaube an die Unsterblichkeit auf einem Verdrängungsmechanismus bzw. kann der Glaube nicht rechtzeitig bis zum Todeszeitpunkt vollständig umgesetzt werden, so stehen sie dem Tod vorbereitet gegenüber. Zum anderen kann die Vorbereitung helfen das Thema Tod endgültig abzuschliessen.

Nach der Sterbevorbereitung ist sowieso wichtig sich wieder dem Leben zuzuwenden und nicht wie ein Kaninchen auf die Schlange (den Tod) zu starren.

 

 

 

b) Sterbebegleitung

Für jeden Sterbenden ist es schön, wenn er auf seiner „letzten Reise" Unterstützung bekommt. Es ist schon hilfreich, einfach da zu sein und z.B. nur ihre Hand zu halten. Auch wenn sie scheinbar nicht mehr auf uns reagieren, bekommen sie trotzdem alles mit, was gesagt wird. So kann man ihnen zu jeder Zeit beruhigende, liebevolle und hilfreiche Worte mit auf dem Weg geben. (Man kann sich auch bei ihnen noch entschuldigen oder ihnen sagen, was einem noch auf dem Herzen liegt.).

Dramatische Szenen („Ich kann ohne dich nicht leben" , Schuldzuweisungen unter den Anwesenden, etc.) und starker Schmerz und Trauer der Anwesenden erschweren dem Sterbenden den Übergang. Hier kann den Begleitern vielleicht das Wissen helfen, daß wir nicht um/für die Toten trauern, sondern eigentlich nur um/für uns selbst. (Wegen der Lücke, die in unserem Leben entstanden ist). In manchen Kulturen ist der Tod auch kein Drama, sondern ein Fest, weil diese Menschen wissen, daß die Verstorbenen auf eine andere Weise weiterleben und der Tod für sie in Wirklichkeit eine Geburt ist.

Auch für die Begleiter selbst kann es ein kostbares Geschenk sein, den Menschen oder das Tier auf ihrer Reise in eine andere Welt ein Stück begleiten zu dürfen. Ich hatte das Glück, jeweils beim Tod meiner Mutter, meiner Schwiegermutter und unseres Hundes dabei sein zu können. Bei jedem war der Tod anders, aber ich war jedes Mal dankbar, dies miterleben zu dürfen.

 

 

 

c) Tötung

Hier wird das Leben von jemand entweder mit oder ohne Einverständnis beendet.

Normalerweise wird jemand (scheinbar) ohne eigenes Einverständnis getötet, wenn es (scheinbar) keine Möglichkeit gibt, ihn zu fragen (z.B. weil er sich im Koma befindet). (Sterbehilfe durch Unfälle, Mord, Krieg wird hier von mir nicht berücksichtigt.) Es kommt aber auch immer wieder vor, dass auf diese Weise unerwünschte Personen beseitigt werden (z.B. im 3. Reich). Außerdem gibt es  auch die Gefahr, dass die Täter ihre eigenen Ängste und Vorstellungen auf die andere Person übertragen. Die Tötung ohne Einverständnis ist in der Regel gesetzlich verboten.

 

Die Tötung auf Verlangen ist zwar rechtlich umstritten, aber moralisch grundsätzlich in Ordnung, da jeder selbst für sein Leben verantwortlich ist.

Allerdings gibt es hier das Problem, dass die zu tötende Person die Situation ggf. nicht richtig einschätzen kann (z.B. wegen mangelnder Information und Übersicht oder einfach wegen ihrer Ängste oder Schmerzen).

Auch ist vor der Tötung unklar, wie der Helfer mit seiner Tat hinterher wirklich zurecht kommt.

 

Godiam

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