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Der Terroranschlag vom 11. 9. 2001 in Amerika

Mitgefühl für alle Leidende   *   positive Aspekte   *   Gefahren   *   Wer sind die wirklichen Urheber?   *   weitere Aspekte   *  Wahlmöglichkeiten   *   persönlicher Aufruf   *   zum Thema “Gewalt”Betrachtung aus einer höheren Sichtweise

 

Das Seitenlayout (die Seitengestaltung) wurde bewusst, wie bei den anderen Seiten gehalten.
Diese Seite soll einen Beitrag leisten über das schwarz-weiss-Denken hinaus zu gehen.

 

 

All den Menschen, die durch den Terroranschlag Leid erlebt haben oder immer noch erleben, gehört mein Mitgefühl.

 

 

Neben all den Schrecken, Schmerzen, etc. hat das Ereignis aber auch positive Aspekte:

* Es hat uns gezeigt, dass es auch Menschen gibt, die ohne Rücksicht auf ihre  eigene Gesundheit und ihr eigenes Leben versuchen, anderen zu helfen.

* Viele Menschen erinnern sich wieder an die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

* Alte Abneigungen, Gegensätzlichkeiten und zum Teil auch Feindseligkeiten treten in den Hintergrund und die Gemeinsamkeiten treten mehr in den Vordergrund.

* Bisher Fremde gehen aufeinander zu und gründen gemeinsame Initiativen und
  Netzwerke zur Unterstützung.

* Eine Welle der Hilfsbereitschaft läuft um die Welt.

* Viele nehmen nicht mehr einfach alles als gegeben hin, sondern wissen den  Moment (z.B. mit einem geliebten Menschen) mehr zu schätzen und intensiver  zu erleben.

* Wir erkennen (zum Teil) wie wichtig es ist, unsere Gefühle zu zeigen und unsere Liebe allen Menschen gegenüber auszudrücken.

* Menschen (z.B. viele Helfer) sind über ihre scheinbaren Grenzen hinaus gegangen und haben ihre wirkliche Größe ausgedrückt

* Erstaunlich viele der Verstorbenen hatten vor ihrem Tod noch die Gelegenheit   geliebten Menschen telefonisch ihre Liebe mitzuteilen.
(Meist sterben Menschen ohne die Gelegenheit zu einem letzten Anruf.)

* Die Saint Paul’s Church in der unmittelbaren Umgebung des World Trade Centers ist heil geblieben. Sie gilt als amerikanische Wunderkirche, weil sie schon mehrere Katastrophen heil überstanden hat. Hierher kommen viele Helfer in ihrer Erholungspause von den Bergungsarbeiten. Darunter sind übrigens auch Angehörige von verschiedenen Religionen. Für viele Amerikaner steht sie jetzt für das geeinte Amerika, die Hoffnung und das friedliche Miteinander der verschiedenen Kulturen und Religionen.

 

 

 

Natürlich hat die USA und jeder Staat das Recht sich vor einem Terror-Anschlag zu schützen.

Es gibt aber auch einige Gefahren, die dabei zu beachten sind.

1.) Bei dem Krieg besteht die Gefahr, dass es, trotz sorgfältigster Planung, zu einer Eskalation kommt (z.B. durch gezielte oder versehentliche Provokationen, Sabotage,  technische Pannen, dem berühmten “menschlichen Versagen” etc.).
Zu häufig wurde schon etwas gut gedacht, doch schlecht gemacht.

Ganz abgesehen davon gibt es bisher keine zweifelsfreien Beweise für die Urheberschaft. Amerika handelt nur auf Grund von Vermutungen und bezieht sich dabei natürlich auf seine(n) Lieblingsgegner. Teilweise werden diese Vermutungen der Öffentlichkeit aber als Tatsache verkauft.

Die Idee Länder anzugreifen, in denen die Terroristen bzw. die Helfer / Urheber gelebt haben,  ist unmenschlich, weil es viele Unschuldige trifft.
Außerdem: Was ist, wenn auch Amerikaner (Rechtsradikale, wie z.B. beim Bombenattentat von Oklahoma City, Personen aus dem Geheimdienst, Militär) beteiligt waren? Will die amerikanische Regierung Bomben auf das entsprechende amerikanische Bundesland werfen?

 

2.) Aus Angst vor einem weiteren Anschlag können die individuellen Rechte (z.B. Datenschutz und persönliche Freiheiten) zu stark eingeschränkt werden.

 

In beiden Fällen hätten die Urheber von dem Anschlag dann leider doch ihr Ziel erreicht.
Unsere westlichen Politiker sprachen ja selbst davon, dass es sich bei diesem Terroranschlag um einen Anschlag gegen die ganze zivilisierte Welt und einen Angriff auf die Demokratie und freiheitliche Grundordnung handelt.

Warum sollen wir also den Urhebern den Gefallen tun und selbst unsere Errungenschaften abschaffen oder einen “Zusammenstoss der Kulturen” schaffen?

 

 

Rache und Vergeltung passen übrigens nicht zu einer zivilisierten Welt. Dies sind nur uralte, veraltete Relikte einer sehr primitiven Kultur, die teilweise noch unterhalb von einem tierischen Niveau steht.
Ganz abgesehen davon sind Rache und Vergeltungsgedanken keine guten Ratgeber für wirklich effektives Handeln.

 

Bei einem Krieg trifft es hauptsächlich immer die unschuldige Bevölkerung.
Er löst auch Probleme nicht wirklich, sondern schafft meist neue.
Die wirklichen Gewinner dabei sind nur die Rüstungsindustrie und die Kreditgeber.

 

Für einen Zusammenstoss der Kulturen gibt es keinen Grund.
Zwar ist jede Kultur etwas anders. Aber gerade dies macht auch ihren Reiz aus und kann eine Bereicherung für uns sein. Denk nur an die vielen Urlauber, die jedes Jahr ins Ausland fahren. Und bist Du den Amerikanern und Italienern böse, weil sie uns McDonald bzw. die Pizzeria gebracht haben?

 

Wir können die Ereignisse vom 11.9.01 auch nutzen, um unsere Werte und Ziele zu überprüfen z.B.:

* Gewinne ich langfristig wirklich, wenn der “Sieg” auf Kosten anderer begründet ist?

* Welchen Wert haben körperliche (psychische und geistige) Unversehrtheit und Freiheit für mich selbst?
Und wie ist es, wenn es einen anderen Menschen betrifft, der
a) ein Freund / Familienmitglied,
b) ein Fremder,
c) ein “Feind” ist .
Anmerkung: Selbst Dein Feind ist für jemand anderen ein Freund / Familienmitglied. Diese Freunde/Familienmitglieder erleben das selbe Leid, wie Du, wenn es jemanden treffen würde, der Dir nahe steht. (Und auch unsere Freunde / Angehörigen handeln nicht immer so, wie wir es gerne hätten.)

* Macht es einen Unterschied, ob ein Unschuldiger, tausende, zigtausende oder Millionen Unschuldige leiden oder sterben müssen?

* Was ist mir wichtiger? Zerstörung oder Aufbau? Kampf oder Zusammenarbeit?

* Was ist mir wirklich wichtig?
  Handle ich auch entsprechend, um es zu bekommen / zu erleben?

 

 

Es ist an der Zeit veraltete Muster wie Verallgemeinerungen (die bösen Fremden / Deutschen / etc.), Kollektivhaftungen (die Angehörigen der islamischen Kultur / die Amerikaner / etc.) und das Vergeltungsprinzip endlich los zu lassen.
Solltest Du immer noch ein Anhänger von Vergeltung sein, so dürfte der Terroranschlag vom 11.9. für Dich kein Grund zur Aufregung sein. Schließlich hat Amerika selbst in der Vergangenheit Unrecht begangen. Der Anschlag wäre somit nur die logische und gerechte Folge amerikanischer Politik.
Unrecht mit Unrecht zu begegnen schafft aber noch lange kein Recht.
 

 

Die Unterstützung von Widerstandskämpfern gegen eine Regierung ist zwar eine Möglichkeit andere die “Drecksarbeit” machen zu lassen. Allerdings führt sie meist letzlich nicht zum angeblich gewünschten Erfolg. So hat Amerika ja ironischer Weise selbst Osama bin Laden und seine Leute ausgebildet und unterstützt. (Damals zum Kampf gegen die sowjetische Armee.) Und auch Saddam Hussein wurde gefördert und unterstützt (gegen den Iran).

 

Es ist sehr widersprüchlich einerseits “God bless America” (“Gott schütze / segne Amerika” (oder welches Land auch immer)) zu sagen und auf der anderen Seite Vergeltung und Rache ausleben zu wollen. Schliesslich heißt es in der Bibel ganz klar: “Überlass die Vergeltung Gott.” bzw. “Vergebe Deinen Feinden.”

 

Es gibt dazu auch interessante Aussagen von bekannten Amerikanern z.B.:

“Ich zittere um mein Land, wenn ich mir bewusst mache, dass Gott gerecht ist.”
                                                                                                           Thomas Jefferson

“Warum sollten wir unsere Feinde lieben?
Der Grund ist ganz offensichtlich. Hass mit Hass zu begegnen, verdoppelt den Hass.
Dunkelheit kann nicht die Dunkelheit vertreiben. Nur Licht kann das tun. Hass kann nicht Hass vertreiben. Nur Liebe kann das tun.”
                                                                                         Martin Luther King, Jr.

 

 

Sowohl der Koran (das heilige Buch des Islams), als auch das Neue Testament (das heilige Buch des Christentums) sprechen sich klar gegen eine menschenverachtende Handlungsweise aus.
Ein Gottesbild, das Grausamkeit fordert / fördert, ist sowieso seit mindestens 2000 Jahren veraltet.

Menschen, die die heiligen Bücher zu ihren Zwecken missbrauchen wollen und Dinge / Handlungen damit verbinden, die mit den wirklichen Lehren nichts zu tun haben, hat es schon immer gegeben.
Wir sollten sie aber nicht mit den wirklichen religiösen Menschen gleichsetzen.
 

 

Ich finde es interessant, dass einige Menschen, die Ereignisse vom 11.September nutzen, um Angst und Feindseligkeiten gegen der “islamischen Welt” und überhaupt gegen alles Fremde zu schüren.
Menschenverachtende Handlungsweisen gibt es auch in unserer Kultur genug. Und auch in Europa werden immer noch religiöse Begriffe missbraucht. Schauen wir nur mal nach Irland. Die Attentate und die Gewalt dort haben in Wirklichkeit auch nichts mit dem evangelischen oder katholischen Glauben zu tun.

 

 

Wenn man schon Gewalt anwendet und in Kauf nimmt, dass es weitere (unschuldige) Tote und Verletzte gibt, so sollte man dies zumindest für eine gerechte (begründete) Sache tun.

Im Moment fehlen aber die zweifelsfreien Beweise, wer wirklich alles daran beteiligt war. Genauso wie jetzt der Lieblingsfeind von den offiziellen Stellen als Urheber beschuldigt wird, werden von anderer Seite u.a. Teile vom amerikanischen Geheimdienst / Militär als Mittäter bzw. Urheber bezeichnet. Und auch für diese Version gibt es eine logische und geschichtliche Begründung. (Diese Teile haben in der Vergangenheit schon oft gezeigt, dass Menschenleben für sie keinen Wert haben. Durch den Anschlag bekommen sie auch einige Vorteile z.B. mehr Machtbefugnisse und Geld. Beides ist etwas, das ihnen erst noch vor kurzem bei ihren Anträgen verweigert wurde!)

Was wir brauchen, sind also erst einmal eindeutige Beweise.
Häufig werden auch Behauptungen oder falsches Material als Beweis dargestellt. Dies hat sich zum Beispiel am Geheimdienstdossier der Briten/Amerikaner über den Irak gezeigt.
Wir sollten also erst mal in Ruhe klären, was wirklich Sache ist und nicht einfach drauf los schlagen.

Ein Krieg gegen den Irak würde übrigens nachweislich nur auf den wirtschaftlichen (Kontrolle über das Öl) und machtpolitischen Intereressen der USA beruhen.

 

 

Wir leben in einem herausfordernden Moment. Wir stehen an einer wichtigen Weiche für unsere Zukunft. Wir können alte Muster (z.B. Auge um Auge, Bekämpfung des “Fremden”, kurzsichtiger Egoismus, etc.) weiter ausleben oder den Mut aufbringen neue Wege für unser Wohlergehen zu gehen. (Dazu gehört zum Beispiel auch sich die wirklichen Gründe der Gewalt anzusehen und ganzheitlich aufzulösen.)
Letztlich werden wir auf jedem Fall beim Erleben von Einheit und Liebe landen. Aber vielleicht macht es ja auch für Dich einen Unterschied, ob es harmonisch und mit Freude passiert oder über Angst, Trauer und Leid bei “Umwegen” wie über Gewalt z.B. Krieg, einem großen Überwachungs- und Unterdrückungsstaat, etc.

 

 

Ich wünsche uns allen, dass die Ereignisse vom 11.September 2001 uns letztlich dabei helfen:
- in Zukunft dem internationalen Terrorismus und der Gewalt den Boden zu entziehen,
- Konflikte auf einem vernünftigen Weg zu lösen
- und gemeinsam unseren Beitrag zu einer Welt leisten, in der jeder Mensch glücklich leben kann.
 


Wenn Du noch positive Aspekte oder Anregungen hast, so lass es mich wissen. Soweit möglich werde ich sie dann auch noch auf dieser Seite berücksichtigen.

 

Zum Thema Gewalt (z.B. Ist Gewalt schlecht oder eine Lösung von Problemen, etc.) gibt es die Extras-Seite “Gewalt”.

Frieden ist möglich - wenn er wirklich gewollt wird. Zur Unterstützung gibt es auch das Projekt “Frieden ist möglich - peace is possible

Wenn Du noch eine Betrachtung der Ereignisse aus einer anderen Sichtweise lesen willst, so gibt es die Seite “Betrachtung aus einer höheren Sicht”.

 

Zum Abschluss möchte ich Dir noch eine alte Weisheit mit auf dem Weg geben:

“Deinen Feind vernichtest Du am Besten, indem Du ihn zu Deinem Freund machst.”

 

Manfred

 

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