Geschichte der Hypnose
Hypnose wurde schon im Altertum verwendet. So wird Hypnose zum Beispiel bereits im ägyptischen Papyrus Eber (circa 1500 vor Chr.) beschrieben.
In der jüngeren Zeit wurde Hypnose in Europa um 1770 durch den Arzt Franz Anton Mesmer berühmt. Wegen seiner Popularität sprach man damals nicht von Hypnose, sondern von „Mesmerisieren“. Im zeitgenössischen Englisch
gibt es den Ausdruck “to mesmerize” (= hypnotisieren) immer noch.
José Custódio de Faria war auch als Abbe Faria bekannt und sorgte ab 1788 in Paris durch seine hypnotischen Experimente und Heilungen für Aufsehen. Seine Versuchspersonen hypnotisierte er, indem er sie scharf ansah,
sie seine Handfläche fixieren ließ und ihnen plötzlich befahl "Schlafe!" Er lehrte schon damals, dass die Hypnose auf den Hypnotisierten zurück zuführen ist. De Faria gilt auch als einer der
Begründer der Dynamischen Psychiatrie. Außerdem gilt er als einer der Ersten, die mit posthynotischen Suggestionen arbeiteten.
Der Augenarzt James Braid führte in Großbritannien zahlreiche Operationen mit Hypnose durch. Dazu ließ er sie glänzende Gegenstände fixieren und brachte sie dadurch in eine Trance. Er verwendete dafür den Begriff
Neurypnology / Neurohypnotismus. Später wurde daraus in Anlehnung an das altgriechische Wort “hypnos” (wörtlich übersetzt “Schlaf”) Hypnose.
Der französische Arzt Ambroise-Auguste Liébeault
und Hippolyte Bernheim (ein französischer Psychiater, Neurologe und Professor am Medizinischen Institut von Nancy) begründeten etwas später die Hypnoseschule von Nancy. Die medizinische Fakultät von Nancy nahm das Fach Hypnose auf und Bernheim wurde bald einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der.
Die Hypnose-Schule von Nancy lehrte erstmals, dass Hypnose ein natürliches Phänomen ist, das durch Suggestion hervor gerufen wird.
Auch für Jean-Martin Charcot und seine Pariser Schule und Sigmund Freud spielte die Hypnose eine wichtige Rolle.
Im 20. Jahrhundert wurde Hypnose im deutschen Sprachgebiet zunächst durch Oskar Vogt
(Hirnforscher und Gründer des Neurobiologischen Laboratoriums der Universität Berlin) und dann durch seinen Schüler Johannes Heinrich Schultz (Psychiater, Vorstandsmitglied der Allgemeinen Ärztlichen Gesellschaft für Psychotherapie und 1959 Gründer der Deutschen Gesellschaft für Hypnose) weiterentwickelt. Aus seiner Hypnoseforschung heraus entwickelte Schultz das autogene Training (eine formelhafte Methode zur Selbsthypnose).
Die Hypnose-Schule von Nancy wurde von ihrem bekannten Schüler Émile Coué (Apotheker) weiterentwickelt. Coué war der Begründer der modernen, bewussten Autosuggestion. Die bekannteste Autosuggestion lautet: "Es
geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser". Er zeigte auch die Vorherrschaft der Vorstellungskraft über den Willen.
Im amerikanischen Sprachgebiet wurde die Hypnose wesentlich durch zwei Männer weiterentwickelt:
Dave Elman (1900-1967) wurde weltweit durch seine schnelle und effiziente hypnotische Tranceinduktion bekannt. Ab 1949 lehrte er tausende Ärzte und Zahnärzte in medizinischer Hypnose.
Milton H. Erickson
(Arzt und Psychiate) begründete die moderne Form der nicht-direktiven Hypnosetherapie. Diese Form der Hypnose wird auch in der modernen Psychotherapie anerkannt und verwendet. Im Gegensatz zu den standardisierten und autoritären Techniken betonte Erickson die Individualität jedes Menschen. 1957 gründete er die Amerikanische Gesellschaft für Klinische Hypnose. Aus seiner Arbeit heraus entwickelten sich weitere psychologische Methoden wie z. B. das NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren).
Mehr Informationen zur Geschichte der Hypnose findest du bei http://www.erfolge-durch-hypnose.de/html/geschichte.html
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